Jugendliche und Kinder sind an sie Diskussionen, die sie betreffen, oft nicht beteiligt. Und das, obwohl sie als zukünftige Wählerinnen und Wähler sich bald an den Wahlurnen einmischen können. Ebenso gehen familienpolitische Debatten an den baldigen Familiengründern vorbei. Das Partizipationsprojekt Mitmischen macht stark versucht das zu ändern.
Gemeinsam mit den Sozialarbeitern des Offenen Jugendtreffs des Albert-Schweitzer-Familienwerks Brandenburg e.V., Kai Noack und Ronny Noack sowie zwei Praktikanten, wurden in einem Mitmisch-Forum verschiedene Lebensbereiche analysiert: Freizeit, Gesundheit, Politik, Umwelt und Schule.
Nachdem in verschiedene Gruppe über die einzelnen Bereiche diskutiert wurde, konnten sieben Anträge formuliert und auf Papier gebracht werden. Eine Skaterhalle, mehr intakte Bolzplätze, mehr Einkaufsmöglichkeiten für Jugendliche, weniger Müll und Schmutz in Spremberg stehen auf der Liste. Von Politikern und Lehrern fordern sie mehr Zivilcourage angesichts der Zunahme von Rechtsextremismus an Spremberger Schulen. Außerdem wird ein Rauchverbot in öffentlichen Einrichtungen angestrebt.
» Zu den Anträgen im Einzelnen
Die sieben Wünsche wurden am 23.09.2007 der Landtagsabgeordnete Birgit Wöllert übergeben. Von den sieben Anträgen hat Frau Wöllert eine Forderung als Patin übernommen und möchte den Jugendlichen und Kindern zeitnah Rückmeldung geben.
Nach dem Mitmisch - Forum im Offenen Jugendtreff trafen sich die Teilnehmer aus dem Forum, zu einer Paddeltour auf der Spree. Mit den Ergebnissen aus den Foren des Albert-Schweitzer-Kinderdorfs in Sachsen e.V., aus der Grundschule des Albert-Schweitzer-Familienwerks „Lausitzer Haus des Lernens“ und der Freizeitbegegnungsstätte des Albert-Schweitzer-Familienwerk „Offener Jugendtreff“ im Gepäck wurde symbolisch nach Berlin gepaddelt. Dort wurden die gesammelten Forderungen aus der gesamten Republik am 24.Oktober 2007 an Mitglieder des Deutschen Bundestags übergeben. Die Delegation vom Offenen Jugendtreff Spremberg kam dabei mit dem stellvertretenden CDU/CSU-Fraktionsvorsitzenden Arnold Vaatz (Sachsen) ins Gespräch.