Auch die Kinder und Jugendlichen aus dem Albert-Schweitzer-Sternstundenhaus in Rückersdorfer waren hoch motiviert, ihre Vorstellungen und Änderungswünsche in einem Mitmisch-Form einzubringen. Gemeinsam mit ihren Betreuerinnen haben sie zunächst ihre verschiedenen Lebensbereiche analysiert: Zuhause, Schule, Sportverein, Freizeitbeschäftigungen. Sie orientierten sich dabei an verschiedenen Fragen: Wo geht es mir gut? Was gefällt mir gut? Wo kann ich mich gut entwickeln? Wo wünsche ich mir andere Rahmenbedingungen? Wo fehlt mir etwas? Dann erarbeiteten sie Wünsche, die sie entsprechend mit Fotos, Zeichnungen, Modelle und auf Schautafeln dokumentierten. Darunter waren Veränderungswünsche an die Politik, aber auch Forderungen an sich selbst und an alle Mitbürgerinnen und Mitbürger. Sie präsentierten ihre Projekte und lernten demokratische Abstimmungsverfahren kennen. Ein besonders großes Anliegen der Kinder ist es, die Umwelt zu schützen. Man sollte so oft wie möglich auf Autos verzichten. Am liebsten würden die Kinder wieder reiten, denn sie haben mit heilpädagogischem Reiten gute Erfahrungen gemacht.
» Zu den Anträgen im Einzelnen
Ihre Anträge haben die Kinder beim Sommerfest des Sternstundenhauses an Politiker aus der Region überreicht. Die Kinder und Verantwortlichen freuten sich, dass die zweite Rückersdorfer Bürgermeisterin Heidrun Kaltenhäuser, Landrat Helmut Reich und die Bundestagsabgeordnete Marlene Mortler dazu extra ins Albert-Schweitzer-Kinderdorf kamen. Alle drei zeigten großes Interesse für die Anliegen der jungen Menschen. Ihre weitere Beteiligung am Projekt haben sie durch ihre persönliche Unterschrift verdeutlicht. Die Politiker wollen nun bei einem Treffen in ihren Büros über das weitere Vorgehen und die konkrete Umsetzung des ein oder anderen Antrages diskutieren.
Eine Kinder-Delegation aus dem Albert-Schweitzer-Kinderdorf in Rückersdorf besuchte die Bundestagsabgeordnete Marlene Mortler auch in Berlin. Darüber berichtete die Pegnitz-Zeitung am 28.11.2007.*
» Buben aus Rückersdorfer Albert-Schweitzer-Haus bei Marlene Mortler
* Mit freundlicher Genehmigung der Pegnitz-Zeitung.