Die Expertenjury und das Auswahlverfahren
Ingeborg Becker-Textor
Die namhafte Buchautorin war lange Jahre im Bayerischen Staatsministerium
für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Gesundheit tätig und leitete die Referate „Sozialpädagogik
in der Jugendhilfe“, dann „Kindertageseinrichtungen und Tagespflege/Mütterzentren“,
zuletzt „Kommunikation“. Sie ist Kindergärtnerin und Hortnerin mit Montessori-Diplom, Diplom-Sozialpädagogin
und Diplom-Pädagogin. Bis heute ist sie als Fortbildungsreferentin in der Elternbildung,
der Kinder- und Jugendhilfe, der Lehrerfortbildung und für Spitzenverbände der öffentlichen und freien
Wohlfahrtspflege aktiv.
Friedemann Schuchardt
Der Theologe, Diplom-Sozialpädagoge und Autor medienpädagogischer
Fachartikel war Referent zum Thema Kinder, Medien und Didaktik und Dozent für Medienpädagogik
an deutschen Hochschulen. Er entwickelte Seminare für Medien- und Kommunikationspädagogik und
Lehrpläne zur Einführung des Fachs „Medienpädagogik“. In seinen Händen lagen Aufbau und Leitung
der Evangelischen Medienzentrale Württemberg und des Evangelischen Zentrums für entwicklungsbezogene
Filmarbeit EZEF. Er war Vorsitzender des Bundesverbandes Jugend und Film e.V., Sprecher
des Forums nichtgewerbliche Filmarbeit und Präsidiumsmitglied der Internationalen Arbeitsgemeinschaft
für Kommunikationspädagogik. Als Geschäftsführer der Matthias Film GmbH wertete er Filme
und medienpädagogische Programme aus. Er gründete das Kinderfilmfest Stuttgart und entwickelte
Multimedia-Produkte. Friedemann Schuchardt ist heute als freier Berater tätig.
Uschi Reich
Bei Bavaria Film war Uschi Reich u. a. verantwortlich für Serien wie „Vera Wesskamp“,
„Vater wider Willen“ und „Marienhof“. 1995 wechselte sie zu Constantin Film, wo sie u. a. für „Das
Mädchen Rosemarie“ und „Charleys Tante“ zuständig war. Als Produzentin und Geschäftsführerin zurückgekehrt
zur Bavaria, verfilmte sie den Erich-Kästner-Klassiker „Pünktchen und Anton“ unter der
Regie von Caroline Link. Es folgten TV-Movies wie „Zauberfrau“, „Schule“ und „Emil und die Detektive“.
Bevor sie „Das fliegende Klassenzimmer“ anging, realisierte sie für Pro Sieben „Der Tag an dem
ich Papa war“. Es folgten die „Bibi Blocksberg“-Filme, der erfolgreiche Erstlingsspielfilm „Kammerflimmern“
von Hendrik Hölzemann, ein TV-Movie über den jungen „Schiller“, „Die Wilden Hühner“ sowie
der Kassetten- und Buchhit TKKG. Uschi Reich erhielt den Deutschen und den Bayerischen Filmpreis,
den Kindermedienpreis 2001, den Goldenen Spatz, den JUPITER der Zeitschrift Cinema und zahlreiche
internationale Preise. Ihr wurde die Staatsmedaille für Verdienste um die bayerische Wirtschaft und der
Herbert-Strate-Preis verliehen.
Peter Grandl
Der Geschäftsführer der proxenos gmbh und workflow-pictures produziert Image-
filme, Werbespots und virale Spots für das Internet. Der junge Filmproduzent mit Filmhochschulabschluss
ist Vater von drei Söhnen und engagiert sich aus eigener Betroffenheit heraus für Familienthemen.
Er gründete gemeinsam mit anderen aus der Werbe- und Medienbranche den Schimmerdrachen
e.V., der sich zum Ziel gesetzt hat, Gewalt an Kindern oder innerhalb der Familie entgegenzuwirken und
das Thema Familie positiv in den Medien und in der Gesellschaft zu verankern (mehr unter www.schimmerdrache.de).
2005 realisierte er das gemeinnützige Filmprojekt „Das letzte Wort“ in Kooperation mit dem Albert-
Schweitzer-Verband der Familienwerke und Kinderdörfer, unterstützt durch das FWU Institut für Film
und Bild. Dieses Filmprojekt gegen Gewalt in Familien richtet sich an Lehrer und Schüler und wurde von
der FWU in den Verleih aufgenommen. Der Film gewann beim WorldMediaFestival 2006 in Hamburg
den intermedia-globe Grand Award.
Dr. sc. phil. Holger Wahl
Als Geschäftsführer des
Albert-Schweitzer-Familienwerks Brandenburg e.V. mit Einrichtungen wie Frühförderung,
Kindertagesstätten, Grundschule, Hilfen zur Erziehung, Beratungsstellen, Jugendeinrichtungen,
Tafelprojekten, Eltern-Kind-Treffpunkten und einem Familienzentrum vertritt er in der
Jury die Albert-Schweitzer-Kinderdörfer und -Familienwerke. Der Wissenschaftsphilosoph
und Sonderpädagoge ist zugleich stellvertretender Geschäftsführer des An-Instituts der Universität
Potsdam "Weiterqualifizierung im Bildungsbereich". Hier verantwortet er berufsbegleitende
Studiengänge für Lehrerinnen und Lehrer und organisiert Fortbildungen in den Bereichen
Kinder, Jugend, Familie und Pflege im Auftrag des Ministeriums für Bildung, Jugend
und Sport und des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit, Soziales und Familie des Landes
Brandenburg. Er ist Gründungsmitglied des "Lokalen Bündnis für Familie in Spremberg"
und Mitglied des Jugendhilfeausschusses des Landkreises Spree-Neiße. Holger Wahl ist
verheiratet, hat zwei Kinder und ein Enkelkind.
Auswahlverfahren für den MEDIENPREIS Starke Familie
Die eingereichten Bewerbungen werden durch eine unabhängige Expertenjury beurteilt. Die Jury nominiert zunächst die Finalisten. Aus dem Kreis der Finalisten werden die Preisträger/-innen ermittelt. Der Mehrheitsbeschluss der Jury ist endgültig und bleibt bis zur Preisverleihung Dritten gegenüber geheim.
Die Preisträger/-innen werden im September 2008 benachrichtigt und erhalten eine Einladung zur Preisverleihung im Oktober 2008 in Erfurt. Die Gewinner/-innen werden bei der Preisverleihung bekannt gegeben und mit dem Medienpreis STARKE FAMILIE ausgezeichnet. Der Preis wird in den Kategorien „Beste Dokumentation“ und „Bester Spielfilm“ vergeben und ist jeweils mit 2.500 EURO dotiert.